HOME arrow Travel stories 2009 arrow 46 Australia Michell Hgw. Nord Simpson Dessert Alice Spring Ayers Rock - June 09 September 9, 2010, 3:46 am
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46 Australia Michell Hgw. Nord Simpson Dessert Alice Spring Ayers Rock - June 09
June 09 Km 135 000 ..

46 Australia Mitchell Hwy North - Simpson Dessert - Alice Spring - Ayers Rock -

 

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Nachdem ich ein paar mal stoppe um nach dem Weg zu fragen , und die mich auch in die verkehrte Richtung schiken , cruise ich dann endlich aus Sydney heraus und gleite mit leichtem Regen in die Kurven von den Blue Mountain , in den Westen . 350 km , zurueck zu Tom`s Place im Bathurst , um mit Ihm in die grosse Simpson Wueste aufzubrechen . Denn ohne Begleitung waere es fuer mich fast unmoeglich diese trockene Gegend zu passieren , da die Tank,-und Wasserstellen bis zu 800km auseinander liegen und der Sand teilweise richtig tief sein soll..

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. Als ich in Bathurst ankomme ist es bereits dunkel ,und auf dem 30 km bis zu seiner Ranch huepfen mir schon einige Kaengurus ueber den Weg . Ich erinnere mich an die Ratschlaege meiner australischen Kollegen .... Am naechsten Morgen bepacken wir seinen Toyota Landcruiser mit der ganzen Ausruestung „ fuer alle Faelle “ -,und fahren los auf dem Mitchell Highway noerdlich . Das Wetter bleibt feucht und es regnet zwischendurch . Die Distanzen zwischen den Doerfern werden laenger und die Vegetation nimmt ab und geht in Busch ueber . Wir fahren bis es Nacht wird . Der Regen kommt auch wieder zurueck und ebenso die Kaengurus huepfen wieder aeusserst munter durch die Gegend . Sehr schlechte Konditionen um Motorrad zu fahren .

Also klebe ich mich dicht hinter seine Schlusslichter und hoffe dass er nicht ploetzlich stark abbremst . So fahren wir einige Stunden weiter in die Nacht hinein , bis wir in Bourke an einem ueberdachten Rastplatz auf den Tischen den australischen Biwaksack , den Swag ausrollen und dem Regen tief in die Nacht hinein zuhoeren .

 

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Das Wetter am naechsten Morgen ist nicht viel besser ,und ich ziehe direkt die Regenkleider ueber . Wir erfahren dass der Weg westlich in die Simpson Wueste ueberflutet ist . Wueste und Regen ?? Ahaaa.. -- Uns wird bewusst dass wir vermutlich einen rund 1000 km langen Umweg in den Norden zu Plenty Hwy fahren muessen , und in den Westen weiter zu kommen .


Wir bleiben also auf dem Mitchell Highway und versuchen es 300 km noerdlicher erneut , um durch die Wueste Richtung Alice Spring zu reisen . Der Verkehr nimmt mit jeder Stunde ab , die wir weiter fahren . Der Asphalt geht dann irgendwann in roten festgefahrenen Sand ueber , und als ich den ersten verstaubten Roadtrain mit 3 Anhaengern an der Tankstelle stehen sehe , wird mir bewusst dass ich nun richtig im Australischen Outback bin .

 

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In Windorah ist die Verbindungsstrasse ebenfalls gesperrt , aber es soll noch eine Schotterpiste geben die um die Gegend herumfuehrt . Wir folgen der Wegbeschreibung , und fahren im roten Sand dem Sonnenuntergang hinterher , bis ploetzlich die Piste unter Wasser steht . Jetzt weiss ich auch fuer was die Metermarken am Strassenrand stehen . Der Wasserstand kommt bis zur 40cm Markierung und ich wage die fahrt ins ungewisse . Nach ein paar hundert metern ist dann gluecklicherweise wieder fester untergrund in sicht .

 

 

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Als dann wieder massenweise Kaengurus umherhuepfen entschliesse ich mich beim naechsten Tankstopp den Toeff nun wirklich auf Tom`s Pickup aufzuladen . Die bestaezigung kommt unmittelbar ein paar Kilometer spaeter als wir eine ganze Kaengurufamile ueberfahren . Und das waren nicht die einzigen in dieser Nacht die wir weitere 300 km westwerts auf den Sandpisten dahinbrettern . Kurz vor ----folgen wir dem Wegweiser zum Racecourse und machen es uns im verlassenen Tourniergelaende auf den Tischen bequem . Am naechsten Morgen staune ich nicht schlecht als ich die spuehlung im WC betaetigte da ploetzlich eine Handvoll gruene Froesche mich aus der Schuessel heraus anstarren . -- . Und es gibt sogar warm Wasser in den mit dickem roten Staub ueberdeckten Duschen . Als ich mich draussen umschaue entdecke ich eine Kamelspur in der naehe .

 

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Obwohl wir den Regen nun endgueltig hinter uns haben , lasse ich den Toeff auf dem Pickup und geniesse die Reise auf dem Beifahrersitz . Das Land wird weit und flach , so dass Tom richtig aufs Gas drueckt und wir fliegen regelrecht ueber die Waschbrettpisten bis uns wieder ein im roten Sand versteckter graben massiv durchschuettelt , ja teilweise sogar die Hinterachse abheben laesst .

Die vereinzelten verrosteten Autofracks am Pistenrand lassen erahnen was hier draussen alles passieren kann .. . Als wir zur auf der Karte eingezeichneten Tankstelle in Tobermory kommen ist diese schon seit Jahren geschlossen . Gut haben wir 40 lt Sprit dabei und wir koennen im Rallye tempo weiter donnern .

Wir fahren den ganzen Tag auf der roten Sandpiste westwaerts . Es verkommen uns nicht viele Fahrzeuge . Gut ist es Winter hier mit Temperaturen um die angenehmen 20 C`, denn im Sommer wird die Gegend mit 45 C + unertraeglich . Wir Campen erneut irgendwo in der noerdlichen Simpson Wueste im roten Sand , hunderte Kilometer vom letzten Dorf unter einem sagenhaften Sternenhimmel.

 

 

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Als am Morgen die ersten Sonnenstrahlen ueber den Horizont ziehen erwache mit einemSchreck als ein abgemagerter Dingo an mir herum schnuppert und mir tief in die Augen Schaut . Ich schreie Ihn erst mal an und suche hastig die Kamera irgendwo im Schlafsack drinnen .

 

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Wir rollen den Toeff runter vom Pickup , und ich belade wieder alles so , dass ich weiterfahren kann . An das neue Terrain muss ich mich erst gewoehnen , denn die Piste hat immer wieder Ueberraschungen . So gibt es tiefe Fahrrillen , Steine die ploetzlich wieder weit heraus stehen , und dann der befuerchtete Bull Dust , eine Art unberechenbare Staubloecher , die sehr schlecht zu erkennen sind .

 

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Dann kommen wir endlich in Alice Spring , im Herzen Australien`s an . Schnell erfahre ich dass am naechsten Tag die grosse Finke Dessert Rallye mit Motorraedern und Autos stattfindet . - Kaum zu glauben .- Ich verabschiede mich von Tom und mir bleibt gerade noch Zeit um Proviant fuer die naechsten Tage einzukaufen bevor ich zur Fahrzeug Praesentation im Show Gelaende fahre wo ich dann auch ein trockenes Plaetzchen zum uebernachten finde .

 

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Tags darauf findet auf einem 7 km Rundkurs die Qualifikation zur definitiven Startaufstellung statt . Die 220 km lange Rennstrecke , entlang der alten Afghan Bahnlinie nach Finke wird am Veranstaltungstag gesperrt , so dass ich nach der Qualifikation gut 150 Km auf der Strecke mit dem Sonnenuntergang in die Nacht hinein fahre und ein Platz neben der Rennstrecke zum kampieren finde .

 

 

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Bis dann aber die ersten Autos und Motorraeder am naechsten Mittag an meinem Platz vorbei rasen dauert es eine gute weile und ich unterhalte mich mit dem  Scorpion der sich unter meinem Reifen  versteckte .  Die Strecke ist sehr schnell und die Top-Fahrer brauchen fuer die 220 km Sand und Schotterpiste nur gerade 2 Stunden .

 

 

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Nachdem die Strecke Abend`s wieder freigegeben wird ,fahre ich die restlichen 70 km auf der ausgefahrenen Wertungsstrecke bis nach Finke , wo ich erneut auf die Gruppe Enduro Fahrer mit Begleitfahrzeugen treffe die mich spontan zum Nachtessen am Lagerfeuer einladen .

 

 

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Am naechsten morgen erleben wir die Rally erneut als sie auf der selben Srecke wieder zurueck nach Alice rasen . Als der Spuk dann vorueber ist , faehren die Jungs wieder durch die Simpson Wueste zurueck nach Suedaustralien , waehrend ich mich auf den Weg zum weltweit groessten Monoliten , den Ayers Rock / Uluru aufmache .

 

Bis zum eindunkeln rattere ich ueber die 150 Kilometer lange Wellblechpiste bis zum Stuart Highway wo ich an der Tankstelle in Erldunda auf dem Campingplatz mein Zelt aufstelle . Gut gibt es da neben den Duschen auch Waschmaschinen denn meine Kleider haben eine Reinigung dringend noetig . Obwohl das Thermometer Tags ueber bis auf 28 Grad Celsius klettert , wird`s in der Nacht bitter kalt , um den Gefrierpunkt ,und ich bin froh um meinen dicken Schlafsack . Ich dachte immer dass der Ayers Rock gleich neben Alice irgendwo steht , aber es sind weitere 3 Stunden Fahrt in der weiten Buschlandschaft Richtung Westen .

 

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Uluru liegt im Aboriginal Reservat , die das Land schon seit mehr als 50 000 Jahren bewohnen . Sie waren immer Nomaden und zogen mit Ihrer Sippe weit umher . Das ganze wissen das Sie zum ueberleben in der trochen Buschlandschaft brauchten , wo sie zur welchen Jahreszeit Nahrung und Wasser finden , wurden mit Liedern von Generation zu Generation weitergegeben .

Seit der Emigration der Europaeer vor gut 150 Jahren begann die Zerstoerung Ihrer natuerlichen Lebensform , da Sie gezwungen wurden die zivilisierte Lebensweise des weissen Mannes anzunehmen , sich zu bekleiden und in Haeuser zu leben

... Ein weiteres grosses Problem das der Europaeer mitbrachte ist der Alkohol ... Es ist stricktens verboten Alkohol in Ihr Land mitzubringen , und es drohen happige Strafen .

 

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Gut 50 km vom eigentlichen Ayers Rock N.P taucht dann ploetzlich unerwartet der Riesenstein am Horizont in der Wueste auf Ich halte sofort an , stampfe auf eine Sandduene hinauf und geniesse diesen Moment den ich schon lange ersehnte , bei absoluter Stille ...

Als ich im Ressort ankomme mache ich Lebensmittelladen meine erste Bekanntschaft mit  einer Aboriginalfrau die an der Kasse arbeitet . Ein weiterer sehr spezieller Moment auf meiner Reise . Mit dem Sonnenuntergang fahre ich raus zum Ayers Rock Nationalpark. Ich kann es kaum fassen dass ich nach nur 3 Wochen im neuen Land schon in der Mitte des riesigen Kontinent`s vor dem australischen Wahrzeichen stehe ..

 

 

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Die offiziellen Aussichts plaetze sind mit Wohnmobilen zugeparkt und ich finde nach einigem suchen ein Ort zum dem staendigen Wechsel der verschieden Rot toenen auf dem gigantischen Sandstein mit dem Sonnenuntergang zu geniessen ..

Am naechsten Morgen ist es natuerlich ein muss , frueh aufzustehen um ein weiteres mal zum heiligen Monoliten raus zu fahren zum die ersten Sonnenstrahlen die auf Uluru fallen mitzuerleben .

 

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Auf der Runde um den Ayers Rock faellt mir auf dass nicht von allen beliebigen plaetzen fotografiert werden darf , den die Aboriginal moegen es nicht wenn Touristen mit den Bildern ein Teil ihres Heiligtums mit nach Hause nehmen . Nicht alle Touristen respektieren das . Umso geschockter bin ich dann als ich sehe dass massenweise Touri`s auf den Berg klettern obwohl die Aboriginal das schaerfstens verurteilen , da es nur den Schamanen erlaubt wird , die Staette zu betreten . Es ist sehr traurig dass wir weissen Menschen immer noch nicht`s aus unserem zerstoererischen Verhaltensweisen und deren fatalen Konsequenzen gelernt haben ...

 

 

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Nach einem tollen Fruehstueck mache ich mich dann auf den 700 km langen weg ueber den Kings Canyon zurueck nach Alice Spring . Die Strecke wird ebenfalls nur von Allradfahrzeugen befahren und somit hat es nur wenig Verkehr der mir mit aufgewirbeltem Staub den Spass nimmt .

Ich fahre fuer hunderte von Kilometern der Westlichen Mac Donell Bergkette entlang ostwaerts wo ich zum ersten mal auf wilde Kamele , Pferde und Eseln treffe . Ebenso stoere ich eine Rudel Dingo`s die sie sich um einem Pferdekadaver am Strassenrand tummeln .

 

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Die Motorrad reisenden die ich in meinen ersten Wochen in Australien getroffen habe lassen sich an einer Hand abzaehlen . Es sind nicht viele , und keiner mit einem auslaendischen Nummernschild. Unter anderem traf ich auch Stewart von NSW an der Tankstelle auf dem Weg zum Kings – Canyon mit einer voll beladenen NX650 Honda Dominator . Umso geschockter bin ich als ich auf der Titelseite der Tageszeitung in Alice , Ihn und sein brennendes Motorrad erkenne !!!! Angeblich hat er es abseits der Strasse im hohen Buschgras geparkt um hinter einem Busch zu verschwinden , und als er zurueck kam soll alles schon in flammen gestanden sein ....

Das unglaubliche an der Geschichte ist , dass ich kurz bevor ich zur Tankstelle gefahren bin wo ich die Nachricht erfahren habe , auf dem Campingplatz von einen Pensionaer auf diese Gefahr die von einem heissen Auspuffrohr ausgeht , aufmerksam gemacht worden bin . !! .

 

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